Währungsabsicherung für Händler: So geht’s

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B2B E-Commerce & E-Business 2019

Möchte man sich gegen mögliche Wechselkursverluste absichern, so muss man dafür Geld bezahlen. Die Höhe der Kosten richtet sich dabei nach der Höhe der Zinsen in der ausländischen Währung – hohe Zinsen bedeuten automatisch höhere Kosten.

Prognose der Wechselkurse ist unmöglich

Bei einem Währungsrisiko handelt es sich um die Gefahr, dass in einem relevanten Zeitpunkt der Wert einer bestimmten Währung gegenüber einer anderen bestimmten Währung steigt oder fällt und diese Änderung nachteilige Auswirkungen auf die Rendite des Investments hat. Einem Wechselkursrisiko steht typischerweise auch somit eine symmetrische Wechselkurschance gegenüber. Das heißt, dass aus dieser Betrachtungsweise natürlich auch ein Gewinn möglich ist.

Man kann also, sofern man sich mit Prognosen befasst, auch damit spekulieren, am Ende positiv auszusteigen. Doch es ist kaum möglich, die Entwicklungen der Wechselkurse kurz-, mittel- oder langfristig vorherzusagen, weil es sich beim Devisenmarkt um den informationseffizientesten Finanzmarkt der Welt handelt. Das heißt, es ist de facto nicht möglich, dass mit den öffentlich zur Verfügung stehenden Informationen, die sich mit den Steuern, Kosten wie Risiken befassen, ein Vorteil gegenüber prognosefreien wie marktneutralen Ansätzen erzielt werden kann. Verlässt man sich also auf die Wechselkursprognosen der Experten, so könnte man genauso gut die Tarotkarten oder eine Wahrsagerin befragen.

Mit dem Devisentermingeschäft kann das Währungsrisiko reduziert werden

Entscheidet sich ein Fondsmanager für eine Geldanlage in einer fremden Währung, so wird er ein sogenanntes Devisentermingeschäft abschließen. Fällt etwa der US Dollar, so fällt – umgerechnet in Euro – der Preis des Fonds. Das im Vorfeld abgeschlossene Termingeschäft entwickelt sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung, sodass der Währungsverlust des Aktienfonds ausgeglichen wird. Steigt hingegen der US Dollar, so steigt auch der Preis des Fonds in Euro, doch die Verluste aus dem Termingeschäft fressen die Gewinne sodann auf. Am Ende spielt es also keine Rolle, ob der US Dollarkurs steigt oder fällt, weil der Anleger, der in einen abgesicherten Fonds investieren, (fast) nichts davon mitbekommt.

Der Fondsmanager muss sich immer im Vorfeld entscheiden, wie hoch der Betrag sein soll, den er absichern möchte. Liegt das abgesicherte Fondsvermögen bei 1,3 Millionen Euro, wobei der Fondswert durch bessere Aktienkurse um 300.000 Euro gestiegen ist, so ist dieser Betrag in weiterer Folge ungesichert. Der ursprüngliche Absicherungsbetrag kann vom Manager nachträglich nicht geändert werden – er kann aber das Absicherungsgeschäft, und das Monat für Monat, neu abschließen und somit an den veränderten Kursständen anpassen. Eine tägliche Anpassung wäre theoretisch ebenfalls möglich, jedoch verursachen ständige Anpassungen immer wieder Kosten, die sodann an der Rendite nagen.

Der Devisenmarkt ist extrem anziehend

Während Devisenhändler mit steigenden oder fallenden Kursen spekulieren, geht es dem Anleger, der sein Vermögen gewinnbringend anlegen will, um Stabilität. Wer das Risiko nicht scheut, der kann über aktienkaufen.com nähere Informationen einholen und auch in Erfahrung bringen, warum der Handel mit Devisen immer beliebter wird. Fakt ist, dass der Devisenmarkt der größte Finanzmarkt der Welt ist – zudem ist der Handel (fast) zu jeder Zeit möglich.

Lohnt sich eine Absicherung?

Ob Händler, Trader oder Fondsmanager – am Ende muss man sich immer die Frage stellen, ob die Kosten für die Währungsabsicherung in Relation mit dem Währungsrisiko und dem möglichen Verlust stehen. Denn jene Kosten, die durch die Absicherung entstehen, nagen natürlich an den Gewinnen.