Papierloses Quittieren: Die Zukunft des Kassenzettels ist digital

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B2B E-Commerce & E-Business 2019

Tag für Tag werden Hunderte Kilometer an Kassenzetteln gedruckt und oft auch gleich wieder entsorgt. Eine Verschwendung von Ressourcen, die in Zeiten in denen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf gesellschaftlicher und politischer Ebene eine zentrale Rolle spielen, nicht überzeugend begründet werden kann. Der Handel ist auf der Suche nach Möglichkeiten das Quittieren einfacher und vor allem kostengünstiger zu gestalten.

Hinzu kommt die Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern, denn Bons aus Papier bringen noch weitere Probleme mit sich. So werden beim Druck gesundheitsschädliche Chemikalien eingesetzt. Gerade erst wurde ein europaweites Verbot von Bisphenol A in Kassenzetteln verhängt. Diese hormonell wirksame, chemische Verbindung dient in den Belegen als Entwickler und steht im Verdacht Krebs zu erregen. Außerdem wirkt es sich erwiesenermaßen auf das Erbgut aus. Wer täglich an der Kasse steht und in Kontakt mit dem von Bisphenolen durchsetzen Papier kommt besitzt ein deutlich erhöhtes Risiko an Prostata- und Brustkrebs zu erkranken. Im Falle einer Schwangerschaft besteht zudem die Gefahr, das Erbgut des Nachwuchses zu beeinflussen. Eine zufriedenstellende Lösung für dieses Problem wurde noch nicht gefunden, im Gegenteil: Auch der oft als Ersatz verwendete Stoff Bisphenol S steht inzwischen im Fokus von Wissenschaftlern und Behörden.

Alternativen im digitalen Zeitalter

Speziell durch diese Thematik wurde bei Verbrauchern und Unternehmen ein neues Bewusstsein für die Kassenzettelproblematik geweckt. Es stellt sich die Frage, inwiefern Papierquittungen im Zeitalter der Digitalisierung überhaupt noch eine Daseinsberechtigung haben. Die Antwort lautet: Haben sie nicht! Längst sind digitale Lösungen auf dem Markt, die physische Kassenzettel problemlos ersetzen können. Dazu gehört zum Beispiel die App admin des Bremer Unternehmens A & G, die sowohl eine Schnittstelle zwischen Händler und Verbraucher als auch eine zwischen Verbraucher und Steuerberater schafft. Die Softwarelösung überträgt die Quittung bereits während des Bezahlvorgangs von der Kasse auf das Smartphone des Kunden. Dank NFC funktioniert dies kabellos und ohne mobile Internetverbindung.

„Wir wollen mit admin den Handel revolutionieren“, so Amir Karimi, Geschäftsführer von A&G. „Die Lösung schont nicht nur Ressourcen, sondern bringt auch Ordnung in die Zettelwirtschaft“, denn dank der Organisationsfunktion innerhalb der App können die Belege archiviert, sortiert, ausgelesen und bei Bedarf weiterversendet werden – zum Beispiel an den Steuerberater. Dieser Aspekt ist einer der großen Vorteile der App, denn bisher mussten die Papierbons aktiv gesammelt, geordnet und der Buchhaltung übergeben werden. Dort wiederum wurden Kopien erstellt, denn Thermopapiere werden durch Licht, Wärme und andere Umwelteinflüsse schnell unleserlich. Die 10-jährige Aufbewahrungspflicht von Geschäftsunterlagen übersteht keine der Quittungen. Durch diese Kopien wird jedoch abermals Papiermüll produziert.

Massentaugliche App für Handel und Verbraucher

Bei der Entwicklung der admin App stand neben der Funktionalität und einer intuitiven Bedienbarkeit vor allem eins im Zentrum: die Massentauglichkeit. Amir Karimi, Dr. Gerd Köster und ihrem Team war es wichtig, dass die Software händlerübergreifend verwendet, und in jedem Supermarkt, jedem Fachgeschäft und auch in der Kasse des kleinsten Einzelhändlers integriert werden kann. Zudem sollte jeder, unabhängig von seinem Smartphonemodell, die Möglichkeit haben die Anwendung zu nutzen. Denn nur wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, kann sich das papierlose Quittieren im Alltag und in den Köpfen von Händlern und Verbrauchern festsetzen.

Admin besteht aus zwei Komponenten: einer App sowie einer innovativen Software plus zugehöriger Hardware. Die Anwendung ist kostenfrei in allen App-Stores erhältlich, wodurch die Schwelle zum Wechsel vom Papier- auf den digitalen Kassenzettel für den Kunden äußerst gering ist. Er braucht sich nur einmal einen Account anlegen und sofort kann die App aktiv genutzt werden. Genauso einfach ist es für Händler, denn die Soft- und Hardware sind so angelegt, dass sie problemlos auch in bestehende Kassensysteme integriert werden können. Ist das einmal geschehen, läuft alles andere automatisch. Sobald die Ware bezahlt ist, überträgt die Kasse die Quittung auf das mobile Endgerät. Ebenso einfach können Belege vom Smartphone an den Steuerberater weitergeleitet werden, denn die App soll nicht nur das Problem Thermopapier lösen, sondern auch den geschäftlichen und privaten Alltag vereinfachen. Die Möglichkeit innerhalb der Applikation Ordner einzurichten und die Bons auf verschiedenen Ebenen zu sortieren, sowie deren intuitive Bedienung leisten hierzu einen weiteren Beitrag.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft

Das digitale Quittieren entlastet jedoch nicht nur die Umwelt und schützt Verbraucher sowie Mitarbeiter vor schädlichen Einflüssen. Darüber hinaus reduziert es die Kosten für Händler massiv. So muss kein teures Thermopapier mehr angeschafft werden und der Aufwand an den Kassen ist deutlich geringer, was einen zügigeren Kundendurchfluss ermöglicht. Zudem sinkt der Verwaltungsaufwand für Buchhalter und Steuerberater durch das digitale Übersenden aller Belege. Gerade in großen Unternehmen ist das Einholen von Quittungen, sowie das Zuordnen und Archivieren mit großem Aufwand verbunden. Dies bindet Zeit und personelle Ressourcen, die an anderer Stelle gewinnbringender eingesetzt werden könnten.

„Durch admin verzichten Einzelhändler nicht nur auf teures Papier und schädliche Stoffe, sondern beschleunigen die Digitalisierung ihres Geschäfts immens.“ Amir Karimi, Geschäftsführer von A&G

Mit dem Umstieg auf das papierlose Quittieren richten sich Unternehmen aktiv Richtung Zukunft aus. „Durch admin verzichten Einzelhändler nicht nur auf teures Papier und schädliche Stoffe, sondern beschleunigen die Digitalisierung ihres Geschäfts immens“, so Karimi. Ein Anliegen, das laut aktueller Studie der Telekom 37 Prozent der befragten Handelsunternehmen umtreibt. Kein Wunder ist die Integration der Digitalisierung in die Geschäftsstrategie doch zu einem der wichtigsten Faktoren geworden, um sich auch in Zukunft auf dem Markt zu behaupten. Und noch einen Mehrwert bringt das digitale Quittieren mit sich: Zwar sind die persönlichen Daten der Nutzer geschützt, doch kann die Software dank ihrer DSGVO-konformen anonymisierten Datenspeicherung Aufschluss über das Kaufverhalten geben. Dadurch wird admin zu einem nützlichen Tool, das dabei hilft den Kunden besser kennenzulernen, um gezielt auf seine Bedürfnisse reagieren zu können.

Zusammengefasst neigt sich die Ära des klassischen Kassenzettels also seinem Ende zu. Die Argumente gegen Thermopapier und Co sind unwiderlegbar und die für einen Umstieg auf digitale Lösungen umso größer. Ein Umstand den immer mehr Unternehmen erkennen und deshalb umsatteln.

Weitere Infos auf  www.ag-development.de