Untersuchung: Es hapert mit der DSGVO im E-Commerce

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Die meisten Webshops sind nicht DSGVO-konform. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Customer Analytics Plattform Webtrekk. Laut der Befragung werden 87 Prozent der Unternehmen den Anforderungen der DSGVO an E-Commerce Shops nicht gerecht. 81 von 93 der geprüften Online-Händler können die DSGVO-Anforderungen nicht erfüllen.

„Eine erschreckend hohe Zahl und ein hoher Prozentsatz, der zeigt, wie hoch der Anspruch an Shop-Anbieter ist. Auch uns begegnet im Alltag immer wieder große Unsicherheit sowohl seitens der Betreiber als auch vonseiten der Nutzer. Ganz zu schweigen von der Angst vor enormen Strafzahlungen“, sagt Manuel Strotmann, Geschäftsführer von Best IT. Die E-Commerce-Agentur digitalisiert für zahlreiche Unternehmen das Geschäftsmodell durch innovative Webshops.

Auch im internationalen Vergleich das Schlusslicht

Und die aktuellen Untersuchungen zum Thema ähneln sich. Wie eine Studie des Datenmanagementspezialisten NetApp ergab, hinken besonders deutsche Unternehmen beim Thema DSGVO nach wie vor hinterher. Laut der Untersuchung ist nur knapp mehr als ein Drittel in der Lage, ein Datenleck in dem verpflichtenden Zeitrahmen von drei Tagen der zuständigen Behörde zu melden. „Es muss also dringend nachgebessert werden, auch und vor allem im Interesse des Kunden. Laut einer bitkom-Untersuchung bezeichnete gerade einmal jeder Fünfte seine Daten als sicher. Doch es geht inzwischen nicht nur darum, dass ein Kunde den Shop nochmals besucht. Es geht auch darum, dass Verstöße gegen die DSGVO von jedem Kunden gemeldet werden können. Vorsicht ist also besser als Nachsicht – sonst kann es schnell sehr teuer werden“, so Strotmann.

Strikte Vorschriften einhalten

Die DSGVO regelt in erster Linie, dass natürliche Personen erfahren dürfen, wo ihre persönlichen Daten gespeichert sind. Jedes Unternehmen unterliegt heute der Nachweispflicht. Auch müssen Firmen in der Lage sein, die jeweiligen Daten auf Wunsch sofort zu löschen. Das bedeutet, dass sichere Dokumentationen erstellt werden müssen, Dokumente und Daten sicher übermittelt, Webseiten und Online-Shops modernisiert und damit DSGVO-konform gesichert werden müssen. „Jeder steht in der Haftung und muss die Verantwortung übernehmen können. Das ePrivacy-Abkommen wird die Welt der Vorschriften bald noch ein weiteres Mal durcheinanderwirbeln. Unternehmen und Shops, die jetzt vorsorgen und nachbessern haben in jedem Fall die besseren Karten“, erklärt der Best IT-Chef.

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