Blockchain – CEBIT widmet Hype-Technologie Thementag

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Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-
Institut für Angewandte Information­stechnik, erklärt, was hinter dem Hype um Blockchain steckt und warum das Potenzial so groß ist.

Blockchain hat das Potenzial, ganze Wirtschaftsbereiche nachhaltig zu verändern: Das World Economic Forum erwartet, dass bis 2027 rund zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts über die Blockchain laufen werden. Grund genug für die CEBIT 2018, dieser Technologie einen Thementag zu widmen: den CEBIT Blockchain Summit am Freitag, 15. Juni auf der Center Stage in Halle 12.

Eröffnet wird die Veranstaltung von Prof. Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik, der den CEBIT-Besuchern erklärt, was hinter dem Hype um Blockchain steckt und warum das Potenzial so groß ist. Prinz beschäftigt sich bereits seit mehr als zwei Jahren mit den technischen Grundlagen von Blockchain und der Entwicklung und Analyse von Blockchain basierten Anwendungen. Weitere Sprecher sind unter anderem Sebastian Epple, Blockchain Leader DACH von IBM, und Kamales Lardi, Managing Partner von Lardi & Partner Consulting. Lardi spricht über die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf Geschäftsabläufe.

Blockchain: Im Grunde mit einem
dezentralen Kassenbuch vergleichbar

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Im Grunde ist die Blockchain mit einem dezentralen Kassenbuch vergleichbar, das in sehr vielen Kopien auf den Rechnern aller Teilnehmer verteilt liegt. In diesem Peer-to-Peer-Netzwerk werden alle Transaktionen verifiziert, validiert und zu Blöcken zusammengefasst. Um Informationen zu verfälschen, müsste also jeder einzelne Computer gehackt werden. Deshalb gilt die Technologie als besonders sicher. Zudem ermöglicht die Blockchain, Smart Contracts abzuschließen. Dabei bestimmt ein Algorithmus, welche Bedingungen (Input) zu welcher Entscheidung (Output) führen. Die Funktion von Smart Contracts wird gern mit einem Warenautomaten verglichen. Der Käufer wählt das gewünschte Produkt, wirft den gewünschten Betrag ein und erhält die Ware. Smart Contracts sind also Programme, in denen die Vertragsbedingungen hinterlegt sind. Diese werden automatisch ausgeführt und auf ihre Korrektheit geprüft. Eine Revolution für die Businesswelt!

Auch zahlreiche andere Geschäftsfelder setzen sich mit der Blockchain auseinander. So hat der CEBIT-Aussteller IBM ein Projekt mit der weltweit größten Containerschiff-Reederei Maersk gestartet. In der „Hyperledger Fabric“ werden die Papiere und Dokumente von Millionen von Frachtcontainern weltweit verwaltet und rückverfolgt. Hierfür wird der Supply-Chain-Prozess durchgehend digitalisiert, um die Komplexität im Handel zu reduzieren, die Transparenz zu erhöhen und den sicheren Informationsaustausch unter den Handelspartnern zu verbessern. In großem Maßstab eingesetzt, könnte die Lösung der Branche Milliarden von Dollar einsparen.

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