Mehr Cyber-Resilience erforderlich

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Probleme PGB und S/MIME sind keine Überraschung. Verschlüsselte E-Mails sind „nicht mehr sicher“. Allerdings sollten User und Unternehmen nicht verzweifeln, denn dies ­bedeutet nicht den Untergang der E-Mail, sondern ist ein weiteres Zeichen, dass es beim Thema ­Datenschutz und IT-Sicherheit, gerade bei E-Mail, einen Paradigmenwechsel braucht.

Vielmehr geht es um den Sprung von einer reinen Abwehr von Cyber-Angriffen hin zu Cyber-Resilience-Ansätzen. Wenn man ­davon ausgeht, daß Sicherheitsprobleme immer wieder auftreten, reicht es nicht mehr allein, eine große Schutzmauer zu ­errichten, sondern Unternehmen müssen zudem davon ausgehen, dass diese Sicherheitsvorkehrung umgangen und Hacker ­Zugriff ins Netzwerk erlangen werden. ­ Genauso wichtig wird dann auch, wie schnell man die volle Funktionsfähigkeit der IT wiederherstellen kann, sobald eine Cyber-Attacke bekämpft wurde.

Die E-Mail Infrastruktur stellt oftmals den geringsten Widerstand für Cyber-Angriffe dar. Somit ist es kein Zufall, dass 91 Prozent aller Cyberattacken mit einer E-Mail starten. Zudem suchen Kriminelle immer nach neuen Möglichkeiten etablierte Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Glücklicherweise war es in diesem Fall ein Forscherteam, das die Schwachstelle und passende Lösungsmechanismen direkt kommunizierte. Trotzdem stehen Organisationen unter Druck, denn die Umsetzung in der Praxis ist schwierig und dauert meistens mehrere Wochen, in denen Unternehmen ungeschützt sind. Grundsätzlich liefert E-Mail-Verschlüsselung einen wichtigen Sicherheitsbaustein, das kann aber nur ein Teil einer modernen Sicherheitsstrategie. Die Implementierung und der Betrieb in Eigenregie stellt Unternehmen vor große Herausforderungen, denn oftmals fehlt das Know-how bzw. die Mitarbeiter, die solche umfassenden Sicherheitsstrategien in einem zunehmend digitalisierten und integrierten Geschäftsumfeld umsetzen können.

Partner für Cyber-Security gesucht

Anstatt die eigenen Sicherheitsleute zu einer überhasteten Anpassung zu drängen, sollten Unternehmen sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen und dort die Vorteile der Digitalisierung für sich nutzen. Gleichzeitig brauchen sie aber einen Partner für Cyber-Security, der ihnen helfen kann, die Widerstandfähigkeit (Resilience) gegen Cyber-Attacken zu erhöhen, um schnell auf neue Probleme, wie unsichere Verschlüsselung von E-Mails, reagieren zu können. Grundsätzlich ist dies nicht der Untergang des sicheren E-Mailverkehrs, im Gegenteil, Mails sind und werden weiterhin das wichtigste Kommunikationsmittel für Unternehmen bleiben und haben auch für private Anwender ihren Stellenwert. Es stehen andere Verschlüsselungsmechanismen wie Signal zur Verfügung, allerdings müssen Firmen bedenken, wie viel Energie sie in die Anpassung stecken möchten. E-Mails enthalten nicht nur kritische Informationen, sondern sind das Rückgrat zahlreicher Unternehmensprozesse. Die Aufrechterhaltung der E-Mail-Infrastruktur und deren Absicherung ist nicht nur sehr komplex, sondern auch extrem wichtig. Genau deshalb sollten Entscheider mit Experten zusammenarbeiten – speziell wenn es um den Umgang mit zeitkritischen Problemen wie PGB oder S/MIME geht.

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