Digitale Arbeitsplätze oft ineffizient und unsicher –

0

Fast jeder zweite Deutsche (44 Prozent) schickt sich berufliche Dokumente an die eigene E-Mail-Adresse, um sie außerhalb des Büros zu nutzen. Das ermittelte Citrix in einer Umfrage unter 1.000 Berufstätigen*. Ein Fünftel der Arbeitnehmer gibt an, immer noch mit veralteten Tools arbeiten zu müssen. Dabei ist die Mehrheit der Befragten (67 Prozent) der Meinung, dass neue Technologien im Allgemeinen positiv zu beurteilen sind.

Um außerhalb des Büros auf Dateien zuzugreifen, schicken 44 Prozent der deutschen Arbeitnehmer diese an ihre private E-Mail-Adresse. 12 Prozent legen Dokumente etc. auf dem Desktop ab, so dass sie darauf auch offline zugreifen können. Acht Prozent der Befragten nutzen eine persönliche Cloud, um ihre beruflichen Dateien verfügbar zu machen. Einen firmeneigenen, von der IT-Abteilung verwalteten Online-Speicher (z.B. Share Point) nutzen nur 12 Prozent. Außerdem hat nur ein Viertel der Befragten ein Tool auf ihrem Laptop installiert, dass es ihnen erlaubt, über öffentliche WLAN-Netze zu kommunizieren.

Die Kommunikation mit Kollegen wird immer noch von Telefon und E-Mail dominiert. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer melden sich am liebsten telefonisch bei anderen Mitarbeitern, 32 Prozent bevorzugen E-Mail. Interne Messenger-Lösungen (z.B. Slack) nutzen jedoch nur sechs Prozent.

Wenn es um die Organisation beruflicher Kontakte geht, bevorzugt die Mehrheit (40 Prozent) die klassische Visitenkarte. Digitale Lösungen, OCR-Apps, CRM-Systeme oder die Kontaktliste des Smartphones, setzen dagegen nur rund 30 Prozent der Befragten ein.

Nachholbedarf bei Technologie im Unternehmen


Im Allgemeinen ist die Mehrheit der Befragten der Meinung, dass neue Technologien Unternehmen nutzen. 44 Prozent sagen neue Technologien sind essentiell, um ein Unternehmen zu stärken und die Mitarbeiter effizient arbeiten zu lassen. Für 23 Prozent sind neue Technologien meist gleichbedeutend mit Produktivitätssteigerungen, sollten aber nicht zum Selbstzweck werden. 60 Prozent geben außerdem an, dass sie neugierig sind, wenn ihre Firma alte Tools durch neue ersetzt.

Wenn es darum geht, die richtigen Tools für neue Aufgaben zu finden, vertraut die Mehrheit der Befragten (25 Prozent) auf die Kompetenz ihrer IT-Abteilung, um ein passendes Tool zu finden. 20 Prozent suchen selbst online und bitten die IT-Abteilung, ein gefundenes Programm zu installieren. Mit 12 Prozent versucht immerhin nur eine Minderheit, auf eigene Faust Software zu installieren.

Ein knappes Drittel (32 Prozent) der Befragten haben Lösungen, die ihnen ungeeignet für ihre Bedürfnisse erschienen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dennoch benutzt. Ein Viertel beschäftigten sich intensiv mit der Lösung, bis sie alle Grenzen erkannt hatten. 15 Prozent haben sich beim IT-Team über die ihrer Meinung nach unpassende Software beschwert. Eine Minderheit von 5 Prozent entschied sich, die Lösung zu boykottieren.

Die größten Probleme beim IT-Einsatz in Unternehmen sehen die Befragten bei der Verwendung von veralteten Tools (20 Prozent), dem Fehlen einer echten IT-Strategie (19 Prozent) und einer Kultur, die Technologie und IT über Fähigkeiten und Erfahrungen stellt (16 Prozent).

„Mangelndes Interesse für neue Technologien kann man deutschen Arbeitnehmern nicht vorwerfen“, kommentiert Oliver Ebel, Area Vice President CE von Citrix die Ergebnisse. „Technologie und die Möglichkeiten, die moderne IT bietet, sehen die meisten Menschen in ihrem Privatleben. Im Job ist es dagegen immer noch oft nicht möglich, schnell ein paar Dokumente in die Cloud zu ziehen. Unternehmen sind nun gefordert, ihren Mitarbeitern konsistente digitale Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen, mit denen sie die Vorteile der Digitalisierung auch im Büro erleben. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Mitarbeiter frustriert werden oder sich eigene Wege suchen. Darunter leidet einerseits die Effizienz, andererseits kann eine solche Schatten-IT schnell zum Problem für Unternehmen werden.“