Bezahldienst Google Pay startet in Deutschland

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Der Internetkonzern Google hat heute den Start seines Smartphone-Bezahldienstes in Deutschland bekanntgegeben. Kunden sollen die Mobile-Payment-App Google Pay sofort verwenden können. Zunächst werde mit den Kreditkartenanbietern Mastercard und Visa sowie der Commerzbank, deren Tochter Comdirect, dem Fintech-Unternehmen N26 sowie dem Wirecard-Angebot boon zusammengearbeitet.

Demnächst kämen noch die LBBW sowie das Banking-Start-Up Revolut hinzu. Nutzerdaten verwendet Google nach eigenen Angaben lediglich dafür, eine ausführliche Rechnung zu den Käufen zu erstellen. Torsten Daenert von der Commerzbank erklärte: „Wir geben grundsätzlich keine Daten unserer Kunden weiter, auch nicht an Google.“ Die App Google Pay macht aus Android-Smartphones mit NFC-Chip eine Kreditkarte, mit der man überall zahlen kann, wo die Kassentechnik kontaktloses Bezahlen unterstützt. Ein großer Teil der Terminals in Deutschland wurde bereits entsprechend umgerüstet, hieß es. Außerdem kann man mit Google Pay auch bei Online-Käufen bezahlen. Deutschland ist das 19. Land mit Google Pay. Google überholt mit dem Start den Wettbewerber Apple auf dem deutschen Markt. Zum Vergleich: Apple Pay kann aktuell in 27 Ländern und Regionen genutzt werden – darunter allerdings auch kleine Gebiet wie die Kanalinseln oder San Marino.

Der iPhone-Anbieter hat ein ähnlich funktionierendes Bezahlsystem, das schrittweise auch in europäischen Ländern eingeführt wird. Die NFC-Schnittstelle der iPhones ist bisher nur für Apple Pay ausgelegt. Auch aus der deutschen Bankenbranche waren Forderungen nach einer breiteren Öffnung laut geworden. Zum Start sind unter anderem Adidas, Lidl Süd und Media Markt mit dabei. Verbraucher können Google Pay überall dort nutzen, wo das entsprechende Symbol ausgehängt ist. Der Mobile-Payment-Dienst ist nun in 19 Ländern und Regionen weltweit verfügbar.

 

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