Rubrik: Ein neuer Star für Backup

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Erst 2014 an den Start gegangen, ist Rubrik bereits erfolgreich. Backup und Recovery sollen auf Cloud-Basis einfacher und billiger werden.

Rubrik wurde von einer Anzahl erfahrener IT-Experten im Januar 2014 im Silicon Valley gegründet. Dazu gehören u.a. Bipul Sinha, CEO und Co-Founder, der schon zu den Investoren von Nutanix und PernixData zählte und bei der Bank of America und bei Oracle gearbeitet hatte, sowie Arvind Jain, der für YouTube und Google aktiv war. Gemeinsam erkannten sie die Notwendigkeit, einfache und cloud-orientierte Speicher-Infrastrukturen in die Welt der klassischen Rechenzentren einzuführen.

Das junge Unternehmen wird von renommierten Venture-Capital-Firmen wie Lightspeed, Greylock oder Khosla Ventures unterstützt und konnte bereits über 110 Millionen Dollar an Starthilfen aufnehmen. Sinha äußerte sich dazu in einem Interview: „Wir müssen vor einem IPO kein weiteres Kapital aufnehmen, werden aber auch nicht davor zurückschrecken, wenn wir es für unsere internationale Expansion gebrauchen könnten.“

Gerade bei großen Unternehmen konnte Rubrik laut Sinha bereits Fuß fassen, weil man dort nach Alternativen zum klassischen Backup und Recovery sucht. Mit der public Cloud sei es möglich geworden, dort Anwendungen zu installieren und in den entfernten Unternehmen zu nutzen, aber schwieriger sei es, Daten dort unterzubringen und zu verwalten. Die Lösungen von Rubrik wollen in den on-premise Rechenzentren und in den verschiedenen, hybriden Cloud-Formen das Management und die Verfügbarkeit von Daten erhöhen.

Bipul Sinha sieht folgende Anwendungsszenarien für die Rubrik-Lösungen: Backup und Recovery von virtuellen und physikalischen Umgebungen, Disaster Recovery, Analytics und Reporting, Test/Dev, Automatisierung und Orchestrierung sowie Unterstützung von Managed Service Providern.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern betrachtet sich Rubrik aber nicht als reinen Anbieter von Speicher-Lösungen und auch nicht als Protagonist von „software-defined Storage“ (SDS). Rubrik geht es in erster Linie um das Management von Daten, die zum Beispiel von A nach B oder wieder zurückbewegt werden müssen, und die den Anwendungen zur Verfügung stehen sollen, wo und wann immer sie benötigt werden. Man beansprucht, die Daten der Kunden zu verwalten, ob sie in einem Rechenzentrum sitzen oder mit Object Storage oder in einer Cloud abgelegt worden sind.

Zu den Kerntechnologien von Rubrik zählt „Atlas“, ein proprietäres scale-out File System. Dieses File System stellt eine unbegrenzt skalierbare und zuverlässige Verteilung von Daten über ein globales Cluster im Rechenzentrum oder in der Cloud zur Verfügung. Außerdem bietet Atlas Erasure Coding zur Datensicherung, das immer öfter statt RAID eingesetzt wird, und Datendeduplizierung.

Rubrik liefert ferner ein RESTful API-Framework für kontinuierliche Workflows und die Integration mit anderen Management-Tools. Alle Software von Rubrik kann entweder auf Bare-Metal-Servern oder auf der Basis von Hypervisoren wie vSphere laufen.

Auf der Storage-Seite wird Archivierung und Suche für Amazon AWS, Microsoft Azure, S3-kompatiblen Speicher, NAS und Object Storage (zum Beispiel von Cloudian oder Cleversafe) angeboten.

Wie CEO Sinha betont, sieht man sich als Alternative zu den Speicher- und Management-Angeboten von Dell EMC, Veritas oder Commvault, die schnelleres und einfacheres Backup und Recovery sowie geringere Kosten bietet. Dies liege vor allem daran, dass die Rubrik-Produkte „nativ für die Cloud“ entwickelt seien. Dies sei möglich geworden, weil man bei Facebook und Google intensive Erfahrungen mit Cloud-Umgebungen sammeln konnte.

Rubrik hat bereits Sales-Teams und Support-Angebote in über 25 Ländern, von Nordamerika über Europa bis in den asiatischen Raum. Die Analysten von Gartner Research haben das junge Unternehmen in ihrem Report „Magic Quadrant for Data Center Backup and Recovery Solutions“ vom Juli 2017 als „Visionär“ aufgenommen.

 

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