VMware und das Internet of Things (IoT)

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Der Virtualisierungsspezialist VMware ist längst über seinen Kernbereich hinausgewachsen. Heute geht es auch um Cloud, Storage oder IoT.

Der Einstieg von VMware in IoT geht auf Kundenbefragungen zurück, bei denen sich herausstellte, dass in vielen Unternehmen neben der „eigentlichen IT“, in der auch VMware mit seinen klassischen Lösungen zu Hause ist, eine weitere Form von IT vertreten ist: bei der internen Produktion oder auf externen Einrichtungen, wie zum Beispiel einer Bohrinsel. Diese Formen von „embedded IT“ ist in Maschinen, Robotern oder sonstigen Anlagen verbaut und ist ein Hilfsmittel für deren Funktionalität.

Es sind ebenfalls Computer und Netzwerke im Einsatz, aber sie führen – so die Argumentation von Matthias Schorer, Lead Business Development Manager IoT bei VMware Deutschland – ein eigenes, von der üblichen IT abgetrenntes Leben. Oft sind diese Installationen auch veraltet.

Heute wird jedoch in vielen Unternehmen an einer Zusammenführung oder Kombination beider IT-Welten gearbeitet. Hier kommen neue Ansätze wie Industrie 4.0 herein, und hier sieht auch VMware eine neue Rolle für sich. Bei Industrie 4.0 geht es laut VMware darum, Produktionsstätten, Betriebe und Standorte miteinander zu vernetzen. Angefangen von Straßenlaternen, Energieinstallationen in Haushalten bis hin zu Maschinen in Produktionshallen ergeben sich neue Aufgabenfelder für die IT und das Management von angeschlossenen Geräten. Man muss zum Beispiel Produktionssysteme mit Backoffice-Systemen verbinden, um Supply-Chain-Prozesse zu modernisieren, erläutert Schorer. Ziel sei es, eine höhere Produktivität und niedrigere Kosten zu erreichen.

Hinzukommt, dass die Verbindungen zwischen den verschiedenen Systemen, die sich oft in unterschiedlichen Umgebungen und weiter entfernt befinden, zusammen gesichert und verwaltet werden müssen. Die bestehende IT-Abteilung bietet sich naturwüchsig an, auch diese Aufgaben zu übernehmen. Um die umständliche Arbeit mit zig verschiedenen Management-Systemen zu vermeiden, bietet VMware hierfür eine übergeordnete Plattform an.

Noch seien die bestehenden Gateways, so Schorer, samt ihrer CPUs nicht in der Lage, Virtualisierung und das Management mit vCenter zu unterstützen. VMware hat deshalb mit Liota (Little IoT Agent) eine agentengestützte Lösung geschaffen, um die Gateways und Schnittstellen zu monitoren und zu verwalten.

Für eine echte End-to-End-Verbindung ist es laut VMware notwendig, ein Applikations-Framework für IoT zu schaffen, das für die Interoperabilität sorgt. Ein Schritt in diese Richtung besteht darin, eine 3-Tier-Architektur aus den „Dingen“, ihren Verbindungsteilen und den Rechenzentrumskomponenten zu schaffen. Diese Architektur sorgt über intelligente Gateways für den Anschluss der Endgeräte an das Rechenzentrum (siehe Abbildung).

Mit Liota können die Unternehmen herstellerneutrale, opensource-basierte Gateway-Applikationen erzeugen, um Geräte miteinander zu verbinden, die nicht die gleiche Sprache sprechen. Diese Situation verdankt sich zum großen Teil der Tatsache, dass die einzelnen „Dinge“ des Internets zum Teil Jahrzehnte alt sind und nicht für moderne Netzwerkverbindungen gebaut wurden.

Weitere Informationen finden sich hier: https://www.vmware.com/radius/vmware-introduces-liota-iot-developers-dream/

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