Fujitsu expandiert im globalen Retail-Geschäft

0

Der japanische Hersteller versucht, mit einer umfassenden Initiative seine Position im Handel auszubauen. In Europa wurde zum Beispiel ein Vertrag mit der schwedischen Retail-Kette COOP über die Installation von 1.500 POS-Geräten abgeschlossen.

Fujitsu reklamiert für sich, weltweit über 500 Einzelhändler in 52 Ländern zu beliefern und dabei die Retail-IT in 82.000 Ladengeschäften der Einzelhandelsketten zu betreiben. Dabei habe man in mehr als 30 Jahren ein breites Portfolio an Einzelhandlungslösungen entwickelt und große Branchenerfahrung gesammelt. Fujitsu sieht sich deshalb in der Lage, mit “Connected Retail” (mehr unter http://connectedretail.de.fujitsu.com) und der ServiceNow-Plattform den weltweiten Retailern ein Lösungsangebot zur Verfügung zu stellen, das von Hard- und Software über Cloud-Dienste bis hin zu POS-Systemen und Self-Checkout-Komponenten reicht.

Zu Connected Retail gehören u.a. Angebote für Omni-Channel, Selbstbedienungskassen, mobile Lösungen und Retail Engagement Analytics. Connected Retail, so Fujitsu, bedeute “eine hyper-vernetzte Welt als Grundlage des modernen Handels. Sie ist allgegenwärtig. Sie bedeutet Handel ohne Grenzen. Sie bedeutet interaktive Konsumenten”. Angesichts verschwindender Grenzen zwischen analoger und digitaler Welt bilden sich neue Typen von Konsumenten heraus. Diese  seien “besser informiert und flexibler in der Wahl von Handelskanälen und beim Treffen von Kaufentscheidungen”. Für Fujitsu stellt dies den Handel “vor große Herausforderungen, gleichzeitig eröffnen sich neue Potenziale”.

In Schweden konnte Fujitsu jetzt den COOP-Konzern, der im Lebensmittel-Einzelhandel tätig ist, als neuen Kunden gewinnen und alle Läden mit einer End-to-End-Infrastruktur und Point-of-Sales-Lösungen ausstatten. Dadurch sollen die Checkout-Prozesse in den Läden deutlich beschleunigt werden. Außerdem sind Einsparungen beim Energieverbrauch beabsichtigt. Ein Fünfjahresvertrag umfasst ferner das Roll-out-Management von insgesamt 1.500 POS-Geraten einschließlich der Fujitsu TP8-Produktreihe, die modular aufgebaut ist und deren LCD-Bildschirm und PC-System auf einfache Weise ausgetauscht werden können, heißt es bei Fujitsu. Generelles Ziel der neuen Infrastruktur in den Geschäften ist es, für die Kunden die Wartezeiten an den Kassen zu verkürzen und neue digitale Einkaufserlebnisse auch in den Läden zu ermöglichen.

Die Erneuerung der COOP-Infrastruktur soll überdies dafür sorgen, dass künftig ohne größeren Aufwand neue Funktionalitäten und Anwendungen für die Kundenfreundlichkeit integriert werden können wie zum Beispiel Touch Screens. Und mit der Bereitstellung von Windows 10 IoT (Internet of Things) will Fujitsu erreichen, dass COOP die Daten über das Einkaufsverhalten, die über verschiedene Gerätequellen erfasst werden, unmittelbar für Analysezwecke nutzen kann.

Karin Schreil, Managing Director bei Fujitsu Schweden, fast die Situation im Handel mit Lebensmiiteln zusammen: „Im Lebensmittel-Einzelhandel spüren die Anbieter den Druck, der von veränderten Kundenansprüchen bei gleichzeitigem wettbewerbsbedingtem Kostendruck ausgeht. Da heißt es einerseits, flexibel und kreativ zu bleiben, um den Kunden etwas zu bieten, andererseits aber vermehrt auf die Effizienz zu achten.” Um hier mithalten zu können oder sogar die Nase vorn zu haben, brauche es deshalb vor allem eine adäquate und zeitgemäße Infrastruktur, die immer wieder Erweiterungen und Innovationen zulässt. “Die Flexibilität, die wir COOP jetzt bieten können, lässt dem Unternehmen den Raum, sich auf seine Stores, seine Sortimente und den Kundenservice zu konzentrieren – denn die ITK übernehmen wir.“

COOP setzt die ServiceNow-Plattform ein: Mit ihr lassen sich sowohl mobile als auch Web-Anwendungen entwickeln. Fujitsu hierzu: “Dank ServiceNow muss das gesamte Unternehmen auf nur eine einzige Datenquelle zugreifen, wodurch die Komplexität von Informationssilos entfällt. Anwendungsbasierte Lösungen können schnell auf der ServiceNow-Plattform aufgebaut und flexibler und agiler genutzt werden.”

In der Region Europa sind circa 350 Fujitsu-Mitarbeiter für ServiceNow zuständig, die Unternehmen bei der Implementierung und Anwendung der Plattform unterstützen. Über ServiceNow will Fujitsu seinen Kunden den Zugriff auf Dienstleistungen aus den Bereichen IT, Personalwesen, Gebäudemanagement, IT-Business-Management, Kundenberatung und Sicherheit bieten. ServiceNow ist jetzt auch in Deutschland verfügbar.

Die Plattform versteht sich als “Full Lifecycle Partner” und umfasst diese Bereiche:

  • Business Consulting
  • Implementierung und Integration
  • Design und Development
  • Anwendungen
  • Globale Auslieferungszentren
  • Zertifizierte Trainingsangebote
  • Authorisierten Support

 

Artikel kommentieren