Die Umkleidekabine der Zukunft

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Was als Stärke des stationären Handels gedacht war, hat sich zu einem echten Verkaufshemmnis entwickelt – die Umkleidekabine.

Über 40 Prozent der Konsumenten, die durch ihren Besuch klares Kaufinteresse signalisieren, verlassen die Fashion-Stores der Republik ganz ohne Kauf wieder, nur weil ihnen die Umkleidekabinen nicht zusagen. Dies ergab eine repräsentative Studie des Forschungsinstituts Innofact im Auftrag von Ansorg. Die Studie ergab weiter, dass drei Viertel aller Deutschen beim Kauf von Kleidung nicht ohne Umkleidekabine auskommen. Gleichzeitig beklagen etwa 72 Prozent der Konsumenten die mangelhafte Ausstattung der Kabinen. Vor dem Hintergrund des massiv wachsenden Drucks durch den Onlinehandel ein äußerst bedenklicher Zustand. Die aktuelle Situation erscheint völlig unverständlich, denn die Studie zeigt auch klar: Je höher der Preis der Bekleidung, umso mehr wird der stationäre Handel bevorzugt. Das gilt ab einem Preis von 50 Euro. Bei 200 Euro Warenwert bevorzugen schon über 75 Prozent den Einkauf mit allen Sinnen vor Ort.

Vom Sichtschutz zum Erlebnisraum

„Die Umkleiden sind das Alleinstellungsmerkmal des stationären Handels gegenüber Onlineangeboten. Wir sehen hier eine riesige Chance, den Kunden mit einem echten Erlebnisraum zu verwöhnen“
Mario Dreismann, Geschäftsführer des Lichtspezialisten Ansorg

Gelänge es damit, allein aus den oben genannten 40 Prozent der Besucher treue Kunden zu machen, wäre das ein gewaltiges Umsatzplus. Um dieses Potential zur Stärkung des Einzelhandels zu aktivieren, hat der auf Retailer spezialisierte Beleuchtungsexperte Ansorg in seiner Studie detailliert untersucht, welche Faktoren genau die Umkleidekabine zum Absatzkiller machen. „85 Prozent der Bevölkerung ist gute Beleuchtung in der Kabine wichtig. Gleichzeitig sind über 72 Prozent der Bevölkerung von schlechtem Licht genervt. Bei Frauen sind es sogar fast 80 Prozent“, so Dreismann weiter. Damit rangiert die Beleuchtung weit vor anderen Faktoren, wie fehlenden Spiegeln (66,4 Prozent), mangelnden Sitzgelegenheiten (63,5 Prozent) und zu wenig Bewegungsfreiheit (62,6 Prozent). Die klaren Ergebnisse der Studie bestätigen Ansorg bei der Entwicklung seines Konzeptes für Umkleidekabinen. Es heißt Fitting Stage, umschmeichelt die Kunden und sorgt für direkte Absatzsteigerung im stationären Handel gegenüber der verführerischen Bequemlichkeit des Onlineshoppings. Davon ist Niklas Reiners, Lichtplaner bei Ansorg, überzeugt.

Große Bühne, intim gestaltet

Fitting Stage ist nichts Geringeres als eine komplette Überarbeitung des Umkleideraums entlang der Wünsche und Bedürfnisse der Kunden. Es galt, einen besinnlichen Raum der Ruhe zu kreieren, dessen Erleben der Besucher als Belohnung wahrnimmt. „In der Fitting Stage stehen nur der Kunde und seine Wunschkleidung im Mittelpunkt. Das ist die klare Botschaft“, betont der Entwickler Reiners. Dafür müsse der Raum zurückhaltend, aber einladend gestaltet sein und eine Konzentration auf die Kaufentscheidung bestmöglich unterstützen. Mit sechs frei kombinierbaren Grundelementen hebt Ansorg den Kunden auf seine ganz persönliche Bühne. Alle eingesetzten Leuchten verfügen über stufenlos regelbares Weißlicht und eine exzellente Farbwiedergabe.

Geschmeidig strömt weiches Licht hinter dem Hauptspiegel hervor und verdeutlicht Passform und Materialität im Nahbereich. Homogen-indirekte Beleuchtung über Reflektoren macht flächige Strukturen plastisch anschaulich, ohne zu blenden. Das Deckenlicht „Lichtdusche“ gibt der Fitting Stage eine weich schmeichelnde und kompromisslos klare Grundbeleuchtung. Eine Hinterleuchtung des Oberkörpers betont die Konturen des Kunden und lässt das Haar glänzen. Eine Lichtaura gegenüber dem Hauptspiegel sorgt dafür, dass der Besucher sich selbst als strahlende Erscheinung im Spiegel erblickt. Am unteren Rand der Rückwand vermittelt eine Carvetto, genau wie die Hohlkehle des Profi-Fotografen, das Gefühl räumlicher Weite. So entsteht ein weiter, schattenfreier Raum, durchflutet von sanftem Licht.

Darüber hinaus lassen sich über Touchscreens individuelle Lichtszenarien für Business, Sport, Casual und Abendgarderobe passend zum Trageanlass der Kleiderauswahl einstellen. Gerade solche mit der Digitalisierung einhergehende Features sagen laut Studie insbesondere der konsumfreudig-modebewussten Zielgruppe zwischen 30 und 39 Jahren zu. Ansorg erhöht auf diesem Weg kontinuierlich das Einkaufserlebnis in den Fashion-Stores und trägt gleichzeitig den zunehmenden digitalen Ansprüchen Rechnung, um so dem stationären Handel eine umsatzstarke Zukunft zu ermöglichen.

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