“Den Online-Handel mit seinen eigenen Waffen schlagen“

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Amazon und andere dominieren den Handel im Web, der den traditionellen Retailern kontinuierlich Marktanteile abnimmt. Das muss nicht so sein, sagt man bei xplace.

Das 2002 in Göttingen gegründete Unternehmen bezeichnet sich selbst als “Full Service Provider für Einkaufserlebnisse am POS”. Die Mission ist klar: Man will das Einkaufen im Laden wieder so interessant machen, dass die Läden gegen die Konkurrenz aus dem Internet bestehen können.

xplace liefert Lösungen für interactive Kundeninformation, Kiosk-Technologie und Digital Signage am POS. Diese Instrumente sollen dem Handel helfen, “die Konsumenten am POS optimal zu beraten und bei der Kaufentscheidung zu unterstützen”, heißt es bei dem Hersteller.

Aktuell werden so über 30.000 ausgelieferte Systeme in mehr als 2.000 Filialen pro Tag mit wechselnden Inhalten beliefert. Arne Jürgensen, Geschäftsführer von xplace, fuhrt aus: “Die Digitalisierung im Einzelhandel ist kein Trend mehr, sondern eine Vorgabe. Ohne Digitalisierung wird es niemand schaffen.”

Mit seinen Produkten und dem Beratungsangebot will xplace den Einzelhandel “ins digitale Zeitalter bringen”. Tatsächlich seien viele Händler, so Jürgensen, überhaupt nicht auf das Thema Digitalisierung vorbereitet: „Wir erleben immer wieder, dass kaum Produktinformationen vorhanden sind, geschweige denn Bilder oder Videos“, erzählt er. Oft sei es dann das Unternehmen xplace, das mit seinem Angebot den Stein ins Rollen bringt und es den Einzelhändlern ermöglicht, die Kundenbindung zu forcieren.

Jürgensen erläutert: “Neben digitalen Preisetiketten bieten wir beispielsweise auch Atmosphäre schaffende Videoinstallationen sowie für die Kunden besonders hilfreiche Produktfinder. Wir versuchen, den Online-Handel mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.“

Ein wesentlicher Baustein im xplace-Portfolio ist der Bereich Digital Signage, zu Deutsch: digitale Beschilderung. Er umfasst elektronische Medieninhalte in Geschäften wie zum Beispiel interaktive Plakate oder Großbildprojektionen. Hier will xplace mehr als nur den Einbau von Bildschirmen und die Erstellung von relevantem Content bieten. Jürgensen erklärt: „In den letzten Jahren sind wahnsinnig viele Digital-Signage-Projekte schiefgegangen, weil die Einzelhändler von unserer Konkurrenz nach der Installation allein gelassen wurden. Dadurch hatte Digital Signage lange den Ruf, nicht zu funktionieren. Unsere Arbeit beweist jedoch das Gegenteil.“

Der Schlüssel liege in der “intelligenten und langfristigen administrativen Unterstützung”, die man den Kunden zukommen lasse. So hat das Unternehmen 2010 das zu dieser Zeit größte Digital-Signage-Projekt überhaupt ausgerollt – mit Instore TV-Geräten bei der Media-Saturn-Holding in 15 Ländern. Als weiterer Erfolg zählt der 2015 unterstützte Umstellungsprozess auf ESL (elektronische Preisschilder) bei Media Markt und Saturn. Mehr als 1.000 Märkte sind von xplace europaweit mit ESL ausgestattet worden.

Bei xplace betont man, dass viele größere Retailer heute in mehreren europäischen Ländern aktiv sind, weshalb die digitalen Inhalte jeweils den nationalen Gewohnheiten der Bevölkerung in den verschiedenen Ländern angepasst werden müssten.

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