Online bezahlen: Rechnung und PayPal führen

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Online einkaufen und bezahlen ist nicht so einfach, wie es aussieht. Manche Shops sind zu kompliziert oder wollen zu viel wissen. Und im Internet lauern überall die Datendiebe.

Während das Einkaufen im Internet immer beliebter wird, haben vor allem die deutschen Kunden ihre festen Präferenzen, was das Zahlen angeht. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen nach wie vor das Bezahlen mit Rechnung oder PayPal, gefolgt von dem Lastschrift-Verfahren. Laut der neuesten Befragung bei Online-Shoppern und Shop-Betreibern, die das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Professor Malte Krüger von der Hochschule Aschaffenburg durchgeführt hat, konnten Rechnung und PayPal ihre Spitzenposition sogar ausbauen: 87 Prozent der Konsumenten zählen den Kauf per Rechnung zu ihren bevorzugten fünf Zahlungsverfahren, und 78 Prozent tun dies mit PayPal.

Das ECC hebt folgende Ergebnisse der Umfrage hervor:

1. Zahlungspräferenzen der Konsumenten festigen sich

Rechnung, PayPal und Lastschrift bleiben laut Befragung auch 2017 die Lieblingszahlungsverfahren der deutschen Verbraucher. Doch zahlen viele Konsumenten heute bereits lieber via PayPal als per Rechnung. Das ECC folgert daraus, dass “der Markt in Bewegung bleibt.”

2. Sicherheit und Kosten zählen bei der Auswahl der Zahlungsmittel im Internet

Händler und Konsumenten sind sich demnach einig: Sicher und kostengünstig sind die entscheidenden Kriterien. Das ECC spricht von “Smart Consumern”, die zudem “vermehrt auf die einfache und bequeme mobile Nutzung und auf Internationalität” setzen. Da könnten viele Online-Shops noch nicht mithalten.

3. Kunden wollen schnell, einfach und gut informiert bezahlen

Unternehmen sollten nicht vernachlässigen, die Zufriedenheit ihrer Kunden und Interessenten zu erhöhen. Das bedeutet auch, genügend Informationen über die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Hier hapert es aber noch häufig, heißt es beim ECC.

4. Unsicherheit der Kunden beim Bezahlen im Netz

Das ECC konstatiert, dass das “Sicherheitsgefühl der Deutschen seit 2013 deutlich zugenommen” hat. Doch noch immer fällt jeder zehnte Konsument auch heute noch Betrug zum Opfer – ein sehr hoher Anteil gegenüber den traditionellen Einkaufsmöglichkeiten. Die meisten Probleme bestehen beim Kauf mit Kreditkarte. Beim ECC hofft man, dass eine neue EU-Richtlinie zur doppelten Authentizierung hier Abhilfe schaffen kann.

5. Internationale Ausdehnung erst am Amfang

Beim ECC heißt es hierzu: “Auch wenn der Weg über die
Grenzen im Online-Handel vermeintlich einfach erscheint, unterscheiden sich die Zahlungspräferenzen je nach Land. In der Praxis werden diese Unterschiede von Händlern jedoch nur wenig berücksichtigt, so dass oftmals kein länderspezischer Payment-Mix angeboten wird.”

6. Dynamik mit neuen Trends

Das ECC geht davon aus, dass nach der SEPA-Einführung Instant Payments den Markt beschleunigen und Transaktionen innerhalb von Sekunden ausführen sollen: Schneller soll es auch durch die Einführung von biometrischer Identifikation per Fingerabdruck im Bezahlprozess werden.

7. “An der Ladentheke bleibt Bares Wahres”

Die deutschen Konsumenten zahlten auch 2017 vor Ort am liebsten mit Bargeld. Doch Einrichtungen wie Punktesammeln mit PAYBACK erfahren laut ECC mehr Zuspruch. Dies könnte auch mobiles Payment in der Zukunft begünstigen.

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