So wird die Digital Wallet zum Erfolgsmodell

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Der Markt für mobile Bezahldienst­leistungen wird in den kommenden Jahren rasant wachsen. Die PricewaterhouseCoopers erwartet, dass die Erlöse aus Mobile-Payment-Transaktionen im B2B- und B2C-Segment in Deutschland auf über eine Milliarde Euro im Jahr 2020 zulegen.

Noch vor kurzem lag diese Summe noch bei überschaubaren 7,4 Millionen Euro jährlich. Als Voraussetzung für diesen Durchbruch im Markt gilt jedoch, dass die Anbieter höchsten Wert auf die Datensicherheit legen und ihre Payment-Apps mit ­einem Mehrwert ausstatten, der über die reine Zahlungsfunktion hinausgeht.

In Italien hat sich Jiffy etabliert. „Unsere Banken suchen nach neuen ­Produkten und innovativen Services“, berichtet Carlo Secci, der bei GFT Italia das Programm zum Thema „Digital Payment“ verantwortet. „Unsere Lösung basiert vollständig auf Standards, daher lässt sie sich schnell und sicher in Banksysteme integrieren.“ Was aber die Privatkunden jenseits der Alpen besonders überzeugt hat, ist die hervorragende Usability und beeindruckende Schnelligkeit der App. Möchte der Kunde im Geschäft bezahlen, muss er nur die Bezahlfunktion aktivieren, sein Smartphone an das NFC-Kassenterminal halten und bei höheren Beträgen eine persönliche PIN eingeben, um die Abbuchung zu autorisieren. „Jiffy“-Nutzer, die den Service beim Onlineshopping einsetzen, werden während des Bezahlvorgangs auf die Website des Payment-Dienstes „MasterPass“ geleitet, der in die digitale Geldbörse integriert ist.

Eine physische Kreditkarte ist für beide Anwendungsszenarien nicht mehr erforderlich. Einen echten Mehrwert bietet zudem die Möglichkeit, per Handy kleinere Beträge an Freunde oder andere Einzelpersonen überweisen zu können. Dabei lässt sich der Empfänger einfach aus dem Smartphone-Adressbuch auswählen. Nutzt dieser die App bereits, erscheint ein Symbol neben dem Namen, und der Vorgang ist mit einer Bestätigung erledigt. Falls nicht, wird automatisch eine SMS-Einladung zur Anmeldung versendet. Der reale Bezahlvorgang dauert nur noch Bruchteile von Sekunden: In dieser Zeit prüft das System, ob der angefragte Betrag auf dem Konto verfügbar ist und schreibt ihn dem Empfänger unverzüglich gut. Dass die Transaktionen im Hintergrund in der Regel deutlich langsamer ablaufen, ist für die Nutzer ohne Relevanz.

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