Der Geschäftsnutzen von All-Flash-Arrays

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All-Flash-Arrays haben sich durchgesetzt für bestimmte Anwendungen. Die neue Generation verspricht mehr Performance für alle Datenprozesse.

Wie der Analyst Ken Clipperton von DCIG darlegt, wird die neue Generation (Next-Gen) von All-Flash-Arrays (AFAs) „dramatische Verbesserungen der Performance und der Dichte der SSDs“ bringen. Damit lassen sich dann die Vorteile von Analysen in Echtzeit praktisch umsetzen – zum Vorteil der Unternehmen, die so ihre ständig anwachsenden Datenmassen besser in den Griff bekommen und zum Beispiel wesentlich schneller für Marketing-Kampagnen auswerten können.

Die letzte Generation von AFAs war bereits in der Lage, bis zu mehrere Hunderttausend IOPS bei Latenzen von etwa einer Millisekunde zu liefern. Die neue Generation kann, unterstützt von dem neuen Protokoll NVMe (Non-Volatile Memory Express), Millionen von IOPS und Latenzen von weniger als 200 ms vorzeigen.

Das Start-up E8 Storage, deren Gründer von IBM und XIV kamen, zeigte auf dem Flash Memory Summit, der vor kurzem im Silicon Valley stattfand, zum Beispiel seine Appliance E8-D24 mit zwei Höheneinheiten, die es auf zehn Millionen IOPS, 40 TB/pro Sekunde bei der Bandbreite und eine Leselatenzzeit von 120 Mikro Mikrosekunden bringt.

Laut Clipperton besteht der größte Vorteil von All-Flash-Storage darin, dass diese Technologie die Unternehmen in die Lage versetzt, sich schneller am Markt zu bewegen. Und dieses schnellere Tempo gegenüber den Konkurrenten bedeute Gewinne. Er zitiert den CIO Eric Pearson von der InterContinental Hotel-Gruppe, der gesagt hat: „Nicht länger schlägt der größere den kleineren. Sondern der schnellere schlägt den langsamen.“

Indem die Unternehmen möglichst viele Workloads auf ihren AFAs konsolidieren, sorgen sie für schnellere Compute-Prozesse bei sämtlichen Applikationen. Dies ermöglicht, so der Analyst, auch signifikante Einsparungen bei allen Kosten des Rechenzentrums.

Zu den Features der neuen Generation, die die Konsolidierung unterstützen, zählt Clipperton die folgenden:

  • Gleichzeitige Unterstützung auf Multi-Protokoll-Ebene (unified SAN und NAS) beschleunigt sowohl block- als auch file-basierte Workloads.
  • High-Speed Fibre-Channel- und/oder Ethernet-Verbindungen zu den Applikations-Servern sorgen für maximale Bandbreite an den Endgeräten.
  • Features für Quality of Service, insbesondere solche für vordefinierte Service Levels, erleichtern es dem Administrator, zu jeder Anwendung oder zu jedem Volume nach einer Prioritätsliste Zugang zu bekommen.
  • Multi-Klienten-Architektur, die eine verteile Administration und gemeinsame Security-Ressourcen erlaubt.
  • Zertifizierter Support für Enterprise-Anwendungen.

Der Analyst empfiehlt den Anwendern ferner, mehr auf Automatisierung zu setzen. Nur so könne die Zeit, die man mit Storage-Management verbringt, deutlich gekürzt werden. Nicht zuletzt rät er, vor einer Anschaffung ein detailliertes Proof of Concept zu erstellen. Dies ist gegenwärtig umso mehr nötig, da es eine Unmenge an konkurrierenden – neuen und alten – Speicheranbietern gibt. Von den großen drei Cloud-Anbietern Amazon AWS, Microsoft Azure und Google Cloud, die sich ebenfalls mit ihren Services auf diesem Gebiet tummeln, ganz zu schweigen.

 

 

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